Trage pH-neutrale Sattelseife mit einem leicht angefeuchteten Schwamm dünn auf, arbeite in kleinen Zonen und nimm Schaum zügig ab. Ziel ist Sauberkeit ohne Übersättigung. Anschließend vollständig abtrocknen lassen, fern von Heizungsluft. Ein Mikrofasertuch kann Pigmente anlösen, daher vorsichtig testen. Entferne Staub zuvor trocken mit einer weichen Bürste. So bewahrst du die feine Narbung, verhinderst Aufhellungen und bereitest die Oberfläche optimal auf nährende Pflege vor.
Ein gutes Balsam kombiniert wenig Lanolin, Bienenwachs und stabile Öle wie Jojoba. Trage sparsam auf, massiere mit kreisenden Bewegungen ein und poliere nach der Einwirkzeit auf. Zu viel Fett hinterlässt klebrige Oberflächen und zieht Schmutz an. Olive- oder Speiseöle können ranzig werden, deshalb vermeiden. Teste stets farbintensive Bereiche separat. Regelmäßigkeit schlägt Menge: kleine Portionen in längeren Abständen erhalten Geschmeidigkeit und natürliche Tiefe deutlich zuverlässiger.
Lüfte Räume, klopfe lose Kissen aus und sauge mit niedrigem Druck. Streue bei Bedarf feines Natron dünn auf Sitzflächen, lass es mehrere Stunden wirken und sauge gründlich ab. Gerüche werden gebunden, die Fasern bleiben unversehrt. Vermeide Duftsprays, die nur überlagern. Ein leicht angefeuchtetes Baumwolltuch glättet Faserknicke. Kleine Gewohnheiten, konsequent wiederholt, schaffen merklich sauberere Oberflächen, reduzieren Allergene und halten die Haptik angenehm trocken sowie einladend.
Behandle Protein-Flecken wie Milch oder Blut kalt, niemals heiß, sonst gerinnen sie. Tannin-Flecken wie Kaffee benötigen etwas mildes Spülmittel und Geduld. Immer von außen nach innen arbeiten, damit Ränder nicht wachsen. Tupfen statt Reiben, anschließend klar nachspülen. Vorab Farbechtheit testen, besonders bei dunklen Stoffen. Ein weißes Tuch zeigt, was sich löst. Wer strukturiert vorgeht, verhindert Eskalationen und rettet Sitzflächen ohne bleibende Schatten oder raue Stellen.